Glossar
Pergament
Gekalkte, von Haaren und Fleischresten befreite Tierhaut. Nach der kleinasiatischen Stadt Pergamon, in der zuerst Pergament hergestellt wurde, genannt. Zu Pergament lassen sich alle Tierhäute verarbeiten, üblich sind Pergamente aus Häuten von Kalb, Schwein, Esel, Ziege und Schaf. Pergament wird nach dem Kalkbad in Rahmen gespannt und mit Schabeisen von Unreinheiten befreit, gebimbst oder mechanisch geschliffen. Es ist praktisch unverwüstlich, hart, schwierig zu verarbeiten und stark hygroskopisch. Als bestes Pergament wird Kalbpergament geschätzt, wobei die geaderten Pergamente aus den Häuten verendeter Tiere besonders gesucht sind. Die beim Tode eintretende Blutstockung markiert sich im Fell als Aderung. Velin, auch Jungfernpergament genannt, ist ein dünnhäutiges Pergament aus den Fellen tot oder neugeborener Kälber. Pergament ist als Beschreibstoff schon 2000 v. Chr. bekannt gewesen.
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09130 Chemnitz
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